Great Transformation

Foren: Konturen von Postwachstumsgesellschaften

Dienstag, 24. September 2019
Great Transformation
Foto: Sarah Cords

10.30 – 13.00 Uhr

Forumsdiskussion ›Postwachstum?! Eine Debatte‹ Teil 1: Postfaktische Demokratie Inhalt einblenden

Organisator_innen: Jörg Radtke (Siegen), Ortwin Renn (Potsdam)

Mitwirkende: Franziska Martinsen (Hannover), Ursula Münch (Tutzing), Patrizia Nanz (Potsdam), Carolin Schröder (Berlin)

Raum: SR 307

In der Forumsdiskussion ›Postwachstum?! Eine Debatte‹ werden zwei Streitgespräche mit jeweils zwei Fraktionen (Pro und Contra) geführt. Die Themen sind ›Postwachstumsgesellschaft‹ und ›Postfaktische Demokratie‹. In dem Format werden im Sinne der klassischen Debattiertradition jeweils Argumente für und gegen eine bestimmte Annahme bzw. Vorstellung ausgetauscht. Diese richten sich im Feld Postwachstumsgesellschaft an Suffizienz vs. Effizienz und beim Thema Postfaktische Demokratie an demokratische Innovationen vs. Stärkung der repräsentativen Demokratie aus. Bei der Debatte gibt es am Ende keine Gewinner und keine Verlierer, es dient nicht der dogmatischen Überzeugung des Vetoplayers, sondern es werden Argumentationslogiken auf diese Weise freigelegt und dem Plenum für eine anschließende offene Diskussion überantwortet.

Themen des Streitgesprächs „Postfaktische Demokratie?!“:

  • Postfaktische Demokratie: Was ist zu tun in Zeiten von Nationalismus und Populismus?
  • Streitfrage: Was ist die Antwort auf die postfaktische Herausforderung der Demokratie?
  • Position 1: Stärkung der demokratischen Institutionen, mehr Führungsstärke, und bessere politische Kommunikation?
  • Position 2: Erneuerung repräsentativer Institutionen und mehr direkte und informelle Bürgerbeteiligung nach dem Ideal der deliberativen Demokratie?
Raus aus der Wachstumsgesellschaft? Zur aktuellen Debatte in der katholischen Kirche um Wachstum, globale Gerechtigkeit und Umweltschutz Inhalt einblenden

Organisator_innen: Stefan Einsiedel (München), Andreas Gösele SJ (München)

Raum: SR 308

Ausgangspunkt des Workshops ist die im April 2018 vorgestellte Studie „Raus aus der Wachstumsgesellschaft?“ der Deutschen Bischofskonferenz mit der Forderung nach (1.) einem allgemeinen Bewusstseinswandel und höherer Wertschätzung für suffiziente Lebensstile und (2.) konkreten Vorschlägen für sozial-ökologische Strukturreformen. Die Organisatoren erläutern zunächst Entstehung und Hintergründe der Studie, gehen dann aber in der Diskussion mit weiteren Referent_innen und den Workshopteilnehmer_innen noch tiefer: Erörtert werden einerseits der mögliche Beitrag von Religion und Spiritualität zum sozial-ökologischen Wandel (illustriert anhand der aktuellen Ausführungen von Papst Franziskus zum ganzheitlichen Blick auf soziale und ökologische Gerechtigkeit), sowie grundsätzliche Gerechtigkeitsaspekte von ethisch fundierten Reformvorschlägen wie etwa der fairen Bepreisung von Umweltgebrauch. Die Teilnehmer_innen sollen dabei auch untereinander über ihre eigenen Motivationen und ethischen Überzeugungen ins Gespräch kommen und für sich klären, inwieweit es eine grundlegende Basis für eine gemeinsame Vision einer gerechteren Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung gibt, die alle konfessionellen, weltanschaulichen und kulturellen Grenzen überspannt.

Beiträge:
  • Stefan Einsiedel (München), Andreas Gösele SJ (München), Angelika Zahrnt (Berlin): Wachstum: Segen oder Fluch? Zum aktuellen Stand der Debatte über ›integrale Ökologie‹ in der Katholischen Kirche, deren Genese, konkrete Forderungen und mögliche und nötige nächste Schritte
  • Stefan Einsiedel (München), Andreas Gösele SJ (München), Angelika Zahrnt (Berlin): Wandel durch Werte? Über die möglichen Beiträge von Religion und Spiritualität zum
    sozial-ökologischen Wandel

Vortragsabstracts der Referent_innen [pdf 134KB]

15.00 – 17.30 Uhr

Forumsdiskussion ›Postwachstum?! Eine Debatte‹ Teil 2: Postwachstumsgesellschaft Inhalt einblenden

Organisator_innen: Jörg Radtke (Siegen), Ortwin Renn (Potsdam)

Mitwirkende: Wolfgang van den Daele (Berlin), Felix Ekardt (Rostock), Melanie Jaeger-Erben (Berlin), Kora Kristof (Dessau)

Raum: SR 307

In der Forumsdiskussion ›Postwachstum?! Eine Debatte‹ werden zwei Streitgespräche mit jeweils zwei Fraktionen (Pro und Contra) geführt. Die Themen sind ›Postwachstumsgesellschaft‹ und ›Postfaktische Demokratie‹. In dem Format werden im Sinne der klassischen Debattiertradition jeweils Argumente für und gegen eine bestimmte Annahme bzw. Vorstellung ausgetauscht. Diese richten sich im Feld Postwachstumsgesellschaft an Suffizienz vs. Effizienz und beim Thema Postfaktische Demokratie an demokratische Innovationen vs. Stärkung der repräsentativen Demokratie aus. Bei der Debatte gibt es am Ende keine Gewinner und keine Verlierer, es dient nicht der dogmatischen Überzeugung des Vetoplayers, sondern es werden Argumentationslogiken auf diese Weise freigelegt und dem Plenum für eine anschließende offene Diskussion überantwortet.

Themen des Streitgesprächs „Postwachstumsgesellschaft?!“:

  • Postwachstumsgesellschaft: Wie kann eine nachhaltige und sozial gerechte Gesellschaft tatsächlich Wirklichkeit werden?
  • Streitfrage: Was bedeutet die Postwachstumswirtschaft für die Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung?
  • Position 1:  Das Leitbild bleibt die sozial-ökologische ausgerichtete Marktwirtschaft!
  • Position 2: Wir brauchen neue ordnungspolitische Strukturen zur Verwirklichung einer Suffizienzwirtschaft!
Demokratiecafé: RePair Democracy – Stadt als Zentrum einer kollaborativen Demokratie Inhalt einblenden

Organisator_innen: Gerald Beck (München), Robert Jende (München)

Uhrzeit: 15.00 – 18.00 Uhr // Raum: Café Central, Markt 12, 07743 Jena

Reparaturcafés sind mittlerweile weit verbreitet. Es handelt sich um Orte des gemeinsamen Reparierens und des Austauschs. Der Leitspruch der Reparaturbewegung lautet: „If you can't fix it, you don't own it!“. Mit großem ehrenamtlichen Engagement unterstützen Freiwillige die Besucherinnen und Besucher dabei, sich ihre defekten Alltagsgegenstände neu anzueignen. Dabei sind die Reparaturinitiativen in sich meist basisdemokratisch organisiert. Alle Beteiligten lernen demokratische Gestaltung im Kleinen – in der Praxis – kennen und schätzen.
Das Projekt RePair Democracy öffnet im Rahmen der Regionalkonferenz „Great Transformation: Die Zukunft moderner Gesellschaften“ in Jena für einen Nachmittag ein Demokratiecafé. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger, Kinder, Bürgermeister, Demokratieentwicklerinnen und Wissensschaffende, die Interesse haben, an einem Prozess der beteiligungsorientierten Stadtgestaltung mitzuwirken. Wir wollen gemeinsame Anliegen und mögliche Wirkungsbereiche demokratischer Stadtgestaltung erarbeiten und formulieren, um die politische Selbstwirksamkeit der/des Einzelnen zu entwickeln. Wir befassen uns mit Stadtpolitik, zivilgesellschaftlicher Selbstermächtigung, dem Verhältnis von Kunst, Wissenschaft und Politik, um die real-utopischen Möglichkeiten einer kollaborativen Demokratie und ein Recht auf Stadt vor Ort gemeinsam auszuloten. Eine große gesellschaftliche Veränderung kann friedlich und dauerhaft nur als gemeinsames Projekt verwirklicht werden, in dem der einzelne Mensch sich eingebunden und wirksam erfährt. 

Download Flyer „RePair Democracy“ [pdf 1004KB]

Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft Inhalt einblenden

Organisator_innen: Irmi Seidl (Zürich, CH), Angelika Zahrnt (Neckargemünd), Gerrit von Jorck (Berlin)

Mitwirkende: Stefanie Gerold (Berlin), Linda Nierling (Karlsruhe)

Ort: Kleiner Rosensaal, Fürstengraben 27, 07743 Jena

Grundlage dieses Workshops ist das Buch „Tätigsein in der Postwachtumsgesesllschaft“, das im September 2019 erscheinen wird.
Weil Wachstum und bezahlte Arbeit eine zentrale und explizite Grundlage unseres Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells sind (obwohl mehr unbezahlte als bezahlte Arbeitsstunden geleistet werden und erstere für das Funktionieren der Gesellschaft essentiell sind), ist das Festhalten am bislang einigermaßen erfolgreichen Kurs, vorrangig Wachstum der wirtschaftlichen Leistung und Erwerbsarbeit anzustreben, nachvollziehbar. Doch die nachteiligen ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgekosten schlagen immer mehr zu Buche. Dieses System ist nicht zukunftsfähig. Es braucht ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, das vom Wirtschaftswachstum unabhängig ist, soziale und wirtschaftliche Stabilität sowie menschliches Wohlergehen ermöglicht, innerhalb der planetaren Grenzen bleibt und eine ausreichende Menge an Gütern und Dienstleistungen, die in Erwerbsarbeit und Nicht-Erwerbsarbeit hergestellt wurden, bereitstellt.
Arbeit – als Tätigkeit in vielerlei Formen und Bereichen – ist zentraler Bestandteil menschlichen Lebens. Darauf und auf einer besser ausbalancierten Gewichtung von bezahlter wie unbezahlter Arbeit muss ein künftiges Wirtschafts- und Gesellschaftssystem aufbauen. Dieser Workshop will Konzepte für ein Tätigsein in einer Postwachstumsgesellschaft vorstellen.

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